Podiumsdiskussion Gemeinsam gegen Antisemitismus und Holocaust-Leugnung am 06.10.2021 in der Uni Jena

„Gemeinsam gegen Antisemitismus und Holocaust-Leugnung arbeiten“, so ist eine öffentliche Podiumsdiskussion überschrieben, die am Mittwoch, dem 6. Oktober, ab 16 Uhr in der Aula der Friedrich-Schiller-Universität Jena (Fürstengraben 1) stattfinden wird.

Die Universität Jena, das US-amerikanische Generalkonsulat in Leipzig und die Stadt Jena laden dazu ein. Anlass ist der „German American Friendship Day“, der erstmals in Jena begangen wird. Auf dem Podium diskutieren Floriane Azoulay, die Direktorin der Arolsen Archives, Joel Rubin, der Executive Director des American Jewish Congress, und Dr. Anja Thiele vom Institut für Demokratie und Zivilgeschichte Jena.

Wander-Ausstellung #StolenMemory in Jena, Symbolfoto Pixabay
Wander-Ausstellung #StolenMemory in Jena, Symbolfoto Pixabay

Moderiert wird die Diskussion von Prof. Dr. Carola Dietze von der Universität Jena. Eröffnet wird die Veranstaltung durch Grußworte von Ken Toko, dem US-amerikanischen Generalkonsul in Leipzig, und dem Oberbürgermeister der Stadt Jena, Dr. Thomas Nitzsche. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, die geltenden Corona-Regeln sind zu beachten. Die Podiumsdiskussion wird in englischer Sprache geführt.    

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Oktober 2021
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Ausstellung am Johannistor über „Gestohlene Erinnerungen“

Ebenfalls am 6. Oktober wird auf dem Areal am Johannistor die Ausstellung „#StolenMemory“ eröffnet. Das Dokumentationscenter Arolsen Archives präsentiert dort bis zum 27. Oktober die Spurensuche nach den Erben sogenannter Effekten. Das waren Gegenstände, die den Gefangenen bei ihrer Aufnahme in ein Konzentrationslager abgenommen wurden.

Es handelt sich dabei um persönliche Gegenstände wie Uhren, Füller, Manschettenknöpfe oder Brieftaschen mit Fotos. Seit Beginn der Kampagne „#Stolen Memory“ 2016 konnten bereits an über 500 Familien diese persönlichen Hinterlassenschaften einstiger Häftlinge übergeben werden. Im Ausstellungscontainer werden zehn Beispiele der gelungenen Rückgabe unter der Überschrift „Gefunden“ präsentiert. Gleichzeitig laden die Ausstellungsmacher dazu ein, sich selbst auf Spurensuche zu begeben. Insbesondere Jugendliche werden aufgerufen, den Arolsen Archives zu helfen, die Nachfahren der einstigen Häftlinge zu finden.

Gegenwärtig befinden sich in den Archiven noch die „Effekten“ von etwa 2.500 Personen. Es sind persönliche Nachlässe von Gefangenen, die überwiegend aus Deutschland, Polen und der ehemaligen Sowjetunion kamen. Sie wurden schon in den 1960er Jahren nach Arolsen gegeben, mit dem Ziel, sie den Besitzern oder deren Nachfahren auszuhändigen.

Wander-Ausstellung #StolenMemory in Jena, Symbolfoto Pixabay
Wander-Ausstellung #StolenMemory in Jena, Symbolfoto Pixabay

Der „#StolenMemory“-Container, der die Ausstellung beherbergt, ist ein umgebauter Übersee-Container. Die Arolsen Archives konnten den Container mit Unterstützung des US-amerikanischen Außenministeriums und der US-Botschaften in Berlin und Warschau erwerben. Es ist bereits der dritte Container, mit dem „#StolenMemory“ auf Tour geht. In Jena steht der Container Am Faulloch neben dem Johannistor. Geöffnet ist die Ausstellung vom 6. bis zum 27. Oktober, täglich von 9 bis 19 Uhr.  

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Info, Axel Burchardt // UNI Jena 
Fotos: Pixabay symbolisch, Titelfoto Jens Meyer // UNI Jena