Im kommenden Stadtrat soll neben dem vielbeachteten Haushaltssicherungskonzept auch das Handlungsprogramm zur Nachhaltigkeitsstrategie besprochen werden. Obwohl die Debatte dazu gerade leider in den Hintergrund rückt, stellt sie die Weichen für ein zukunftsfähiges Jena als „Global Nachhaltige Kommune Thüringen“ und definiert Zielstellungen für kommende Jahrzehnte. Viele Initiativen und Vereine aus der Öffentlichkeit haben in den vergangenen Jahren an der Entwicklung der Maßnahmen mitgearbeitet, wofür sich die Grüne Fraktion ganz herzlich bedanken möchte. Leider haben es nicht alle Empfehlungen, beispielweise des Runden Tisches Klima und Umwelt in das Programm geschafft. Deswegen hat die Grüne Stadtratsfraktion einen Änderungsantrag formuliert, der die Maßnahmen schärft.

„Zusammen mit Denis Peisker als Dezernent haben wir die Nachhaltigkeitsstrategie vor Jahren auf den Weg gebracht. Nach der Verabschiedung der Ziele und der groben Leitlinien braucht es nun auch konkrete, ambitionierte, aber machbare Maßnahmen. Wir wollen die Treibhausgas-Emissionen in den nächsten Jahrzehnten auf ein Minimum zu reduzieren. Das muss höchste Priorität haben. Die Wissenschaft stellt uns seit Jahren alle Erkenntnisse und notwendige Methoden zur Verfügung – es ist an der Zeit, dass wir sie umsetzen“ meint Heiko Knopf, Vorsitzender der Grünen Stadtratsfraktion.

Blick auf Jena

Jenas Nachhaltigkeitsstrategie soll konkreter und ambitionierter werden – Grüne Fraktion schlägt Änderungen in den Bereichen Mobilität, Gebäudesanierung und erneuerbare Energien vor

Konkret fordert die Fraktion drei zusätzliche Maßnahmen: Anhand der Vorgaben des Thüringer Klimagesetzes soll ein Fahrplan für die Sanierung der kommunalen Gebäude erstellt werden. Zudem stoßen die Grünen ein Konzept für die Stadtwerke an, wie die Energieversorgung bis 2040 zu möglichst 100 % aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden kann. Drittens soll eine Anlaufstelle in der Verwaltung benannt werden, die Jenaer Unternehmen und Vermieter:innen zur umweltfreundlicher Mobilität ihrer Mitarbeiter:innen und Mieter:innen berät und unterstützt.

Wichtig ist den Grünen auch die Fortführung der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit. „Was seit vielen Jahren gut läuft, soll auch in Zukunft weiter durch die Stadt unterstützt werden. Initiativen wie das Welt Haus, die Bemühungen zur Fair Trade Stadt, aber auch Schüler:innenaustausche und Globales Lernen sollen weiterhin ein wichtiger Teil der weltoffenen Stadt Jena sein und müssen lebendig bleiben“ sagt Knopf.

Info, Grüne Jena // Theresa Ertel

Fotografik, Jenafotografx.de