Grüne Ratsfraktion erwartet greifbare Ergebnisse bei der Kooperation mit dem Umland

Vertiefte Zusammenarbeit zwischen Jena und den Kreisen bringt Vorteile für alle Seiten

Der Vorsitzende der Grünen Stadtratsfraktion Heiko Knopf sieht für eine positive Zukunft Jenas den Bedarf für eine greifbare Zusammenarbeit mit dem Saale-Holzland-Kreis (SHK) sowie dem Landkreis Weimarer Land.

Knopf wendete sich deshalb mit dem Anliegen der stärkeren Kooperation in einer kleinen Stadtratsanfrage an den Oberbürgermeister Thomas Nitzsche. Fokus der Anfrage waren die zentralen Themen der Grünen: Bezahlbare Mobilität für alle Bevölkerungsgruppen, die Entwicklung von Wohn- und Gewerbeflächen sowie die umweltfreundliche Energie.

„Jena und das Umland haben viele Anknüpfungspunkte. Viele Menschen wohnen auf den Dörfern und arbeiten in Jena oder nutzen die kulturellen sowie sportlichen Angebote der Stadt. Und umgekehrt leben Menschen in Jena und arbeiten im SHK oder machen Ausflüge in die Natur um dem Stadttrubel für einige Zeit zu entfliehen. Aus den unterschiedlichen Stärken von Stadt und Region kann ein gemeinsamer Erfolg werden, aber: Solange jeder zuerst auf sich schaut, bleibt am Ende der Gespräche leider nicht viel konkretes übrig.” so Heiko Knopf.

Heiko Knopf Fotografik, (Grüne Jena)

Seit Herbst 2019, als der Jenaer Stadtrat den Weg für eine gemeinsame Nahverkehrsgesellschaft von Jena und SHK freigemacht hatte, gab es keine erkennbaren Fortschritte. Und auch in der aktuellen Antwort des Oberbürgermeisters sind nur wenige Neuigkeiten zu hören. So formuliert Oberbürgermeister Nitzsche eine verstärkte Zusammenarbeit mit dem SHK. Es sei ein Mutter-/Tochtermodell von Jenaer Nahverkehrs und der JES geplant. Konkrete Inhalte werden aber noch nicht benannt, sondern sollen folgen.

Blick auf Jena, Fotografik – Jenafotografx.de // Frank Liebold

Eine vertane Chance sieht Heiko Knopf auch bei der gemeinsamen Planung von Gewerbeflächen. „Durch die geographischen Gegebenheiten Jenas ist Bauland im Umkreis der Stadt für die Wirtschaft sehr wichtig. Ein neuer übergreifender Gewerbeflächenplan hätte daher gemeinsam von Jena, SHK und dem Weimarer Land aufgestellt werden sollen. Leider macht jede Kommune wieder ihren eigenen Plan.“

Der Oberbürgermeister bestätigte auf Nachfrage die Einbeziehung des Weimarer Land, des SHK und des Thüringer Landesverwaltungsamtes. Die Konzepte der Kreise und der Stadt enden aber weiterhin an den Grenzen der Kommunen.

Zum gemeinsamen Aufbau umweltfreundlicher Energieerzeugung in der Region hatte der Jenaer Stadtrat die Verwaltung beauftragt, eine Biogasanlage in Kooperation zu entwickeln. Auch hier konnte die Verwaltung noch keine konkreten Ergebnisse präsentieren. Ein Bericht sei für das erste Quartal 2021 geplant.

„Insgesamt bleiben leider im Ergebnis der Anfrage die Fragen offen und wir können nur hoffen, dass konkrete Schritte zeitnah gegangen werden.“ so Heiko Knopf.

Info, Grüne Jena // Theresa Ertel

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