Jenaer CDU fordert einen Hitzeaktionsplan: Schutz der Bevölkerung

Gegenwärtig läuft eine sommerliche Hitzewelle über Europa. In Frankreich, Spanien und Italien werden Temperaturen deutlich über 40°C erreicht.

Der Sommer in Jena mit neuen Temperatur-Rekorden // Foto: Frank Liebold, Jenafotografx
Der Sommer in Jena mit neuen Temperatur-Rekorden // Foto: Frank Liebold, Jenafotografx

Vorbereitung auf längere Hitzewellen

Gegenwärtig läuft eine sommerliche Hitzewelle über Europa. In Frankreich, Spanien und Italien werden Temperaturen deutlich über 40°C erreicht. In einem Stadtratsantrag fordert die Jenaer CDU, auch in Jena Vorbereitungen für Hitzeperioden zu treffen. “Es werden heißere Tage im Sommer werden und es wird mehr solcher Tage geben. Für gesundheitlich schwächere Menschen ist das eine Herausforderung – und auch die Jenaer Bevölkerung wird im Schnitt immer älter”, begründet CDU Stadtrat Bastian Stein die Initiative.

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Das Robert Koch-Institut hat für die Jahre von 2018 bis 2020 eine deutliche Zunahme an hitzebedingten Todesfällen festgestellt. Im Stadtrat hat die CDU die Erstellung eines Hitzeaktionsplanes beantragt, wie es die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Bundesministerium für Gesundheit empfiehlt.

“Bei längere Hitzephasen müssen die Informations- und Meldekette zwischen Behörden, Ärzteschaft, Rettungskräften, Schulen und Kindergärten und Pflegeeinrichtunge funktionieren und die Bevölkerung informiert werden”, so Stein.

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Diese Koordination gehört zu den kurzfristigen Maßnahmen eines Hitzeaktionsplanes. Besonders berücksichtigt werden müssen laut WHO Risikogruppen wie pflegebedürftige oder demente Menschen, sowie Kinder und Säuglinge. Längerfristig müsse mehr dafür getan werden, Innenräume zu kühlen und sich städtebaulich anzupassen. “Mitteleuropäische Städte sind nicht gebaut für Temperaturen wie am Mittelmeer und Stadtumbau ist ein langsames Geschäft”, gibt Stein zu bedenken.

Reduzierung der Versiegelung, Erhalt von Stadtgrün und großzügige schattige Plätze könnten aber unmittelbar gefördert werden und würden laut Weltgesundheitsorganisation gesundheitliche Risiken vermindern.

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Info, CDU Jena // Bastian Stein
Fotografik, Frank Liebold // Jenafotografx