Die Zukunft der Arbeit ist 3D

Kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) in Deutschland stehen vor der großen Herausforderung, eine Lösung für den steigenden Fachkräftemangel zu finden. Immer weniger junge Menschen finden ihren Weg ins produzierende Gewerbe und wertvolles Fachwissen der Handwerksmeister droht verloren zu gehen. Ein 3D Unternehmen aus Jena möchte dieser Entwicklung nicht tatenlos zusehen. In einem zweijährigen Forschungsprojekt zusammen mit der Universität Potsdam, der IBAP, der IHK, dem KIT sowie zwei Industriepartnern wird nun erforscht, wie virtuelle Lernräume aussehen können, die dabei helfen, Generationen zu verbinden und Wissen zu sichern.

Ein virtueller Werkzeugkoffer für deutsche KMUs

Das Forschungsprojekt „Altersgerechte, prozessnahe und interaktive betriebliche Weiterbildung in KMU, kurz „API-KMU“, das durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und durch den Europäischen Sozialfonds über die Fördermaßnahme „Zukunft der Arbeit: Mittelstand – innovativ und sozial“ mit 1,3 Mio. Euro gefördert wird, soll innerhalb von zwei Jahren eine einsatzfähige Lösung für den Fachkräftemangel liefern: ein 3D Tool, das den deutschen KMUs als Werkzeugkoffer für virtuelle Weiterbildungen dienen soll. Dazu werden sowohl die Möglichkeiten von Virtual Reality (VR) als auch das Potential von Augmented Reality (AR) erforscht. Die Jenaer rooom AG beschäftigt sich im Zuge dessen mit dem Teilprojekt: „Arbeitsprozessnahe Weiterbildung mittels AR-Technologien“ und entwickelt im Verbundvorhaben AR-basierte Lernmodule und neuartige virtuelle Lernräume. Außerdem soll ein ebenfalls AR-basiertes Tutorensystem entstehen, das sich speziell an den Lern- und Kompetenzanforderungen älterer Beschäftigter im digitalen Wandel orientiert.

Was kann VR- und AR-Technologie?

Virtuelle Umgebungen können mit einer VR-Brille entdeckt werden und den Eindruck vermitteln, als wäre man mitten im Geschehen, zum Beispiel in einer Produktionshalle oder in einem Klassenzimmer. So kann jeder Ort zur Lernumgebung werden. AR-Projektionen können zum Beispiel Maschinen, Maschinenbauteile oder Werkstücke direkt vor dem Schüler erscheinen lassen. Dazu wird das Kamerabild eines Smartphones oder einer AR-Brille mit einem 3D Inhalt, also zum Beispiel einer CNC Fräse, überlagert. Der Lernende kann so um die Fräse herumgehen, ihre Bedienelemente aus der Nähe betrachten und Infopunkte anklicken. Dort vom Meister hinterlegte Beschreibungen, Zusatzvideos und Tutorials können dann praktisches Fachwissen sehr anschaulich vermitteln. Selbst Spezialfälle, die es z.B. bei der Fertigung von Kunststoffteilen zu beachten gibt, sollen auf diese Weise schrittweise vorführbar werden. Dabei kann die reale Produktion weiterlaufen, da keine Maschine zu Vorführzwecken stillstehen muss. Außerdem können die Inhalte von überall aus abgerufen werden, sodass praktisches Wissen auch fernab der lauten Produktionshalle erlernbar wird. Auf diesem Weg soll wertvolles Meisterwissen archiviert und jederzeit abrufbar gemacht werden.

Virtuelle Lernräume in 3D (Symbolfoto)

Wie soll 3D Technologie gegen den Fachkräftemangel helfen?

Zwei Hauptziele stehen im Zentrum des Forschungsprojektes „API-KMU“: die Sicherung von Fachwissen und die anschauliche Wissensvermittlung an den Nachwuchs. Dabei geht es vor allem um die Anforderungen älterer Mitarbeiter und MItarbeiterinnen ab 45. Diese werden von der Universität Potsdam in Kooperation mit zwei Test-Firmen aus dem fertigenden Gewerbe erarbeitet. Im praktischen Alltag soll genau geprüft werden, wie eine Anwendung aussehen muss, die für Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit geringer Affinität zu digitalen Medien verständlich und gut nutzbar ist. Dies soll sicherstellen, dass das Ergebnis des Projektes direkt in der Praxis eingesetzt werden kann.

Die 3D Plattform der rooom AG wurde als Basis für das digitale Weiterbildungssystem gewählt, weil sie jeder Generation etwas zu bieten hat. Die Jüngeren werden mit dem Reiz modernster Technologie abgeholt, während die erfahrenen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sich von einer sehr einfachen und intuitiven Nutzeroberfläche überzeugen lassen können. So soll die Ausbildung im produzierenden Gewerbe wieder an Attraktivität gewinnen und die Archivierung von Wissen soll deutlich einfacher und intuitiver werden.

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Info, Room AG

Fotografik, Jenafotografx.de

Weitere Informationen zur rooom AG erhalten Sie unter rooom.com.