Leitstellenverbund Ostthüringen trifft sich in Gera zum Austausch

Am heutigen Mittwoch (20.04.) trafen sich Vertreterinnen und Vertreter des Leitstellenverbundes Ostthüringen zur Tagung im Amt für Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Gera. Vorrangiges Ziel der Beratung war hierbei der Austausch über aktuelle Strukturen und Arbeitsweisen sowie die künftige Zusammenarbeit der beiden Regionalleitstellen in Gera und Jena. Neben den beiden vorgenannten Städten waren auch die Landkreise Greiz, Altenburger Land, Saalfeld-Rudolstadt, Saale-Orla und Saale-Holzland gut vertreten.

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Der Leitstellenverbund Ostthüringen ist bekanntermaßen Vorreiter bei der landesweiten Leitstellenstrukturreform. Mit der erfolgreichen Aufgabenübernahme durch die Leitstelle Jena für den Landkreis Saalfeld-Rudolstadt wurde ein weiterer Meilenstein der künftigen Ostthüringer Leitstellenstruktur erreicht. Zuvor war der Saale-Orla-Kreis in die Leitstelle Gera integriert worden. Der zuständige Dezernent der Stadt Jena, Benjamin Koppe (CDU), zeigt sich zufrieden: »Trotz aller Startschwierigkeiten im Zuge der Übernahme der Saalfelder Leitstelle ist der Integrationsprozess inzwischen strukturell und organisatorisch nahezu abgeschlossen.

Leitstellenverbund Ostthüringen (v.l.n.r.): Geras Bürgermeister Kurt Dannenberg, Geras Leiter Amt für Brand- und Katastrophenschutz Thilo Schütz, Jenas Fachdienstleiter Feuerwehr Peter Schörnig, Jenas Ordnungsdezernent Benjamin Koppe Foto: Stadt Jena
Leitstellenverbund Ostthüringen
(v.l.n.r.): Geras Bürgermeister Kurt Dannenberg, Geras Leiter Amt für Brand- und Katastrophenschutz Thilo Schütz, Jenas Fachdienstleiter Feuerwehr Peter Schörnig, Jenas Ordnungsdezernent Benjamin Koppe
Foto: Stadt Jena

Der Digitalfunk ist vollständig migriert, die Ausrückeordnungen mit ressourcenbezogener Alarmierung und das Dienstsystem wurden wiederholt angepasst.« Mit Hilfe der Fördermittel des Freistaats sei der Leitstellenverbund Ostthüringen mit beiden Standorten in Jena und Gera robust aufgestellt und Ansporn für alle anderen Gebietskörperschaften, die Leitstellenstruktur im gesamten Freistaat zukunftsfester und wirtschaftlicher zu gestalten, so der Jenaer Dezernent.

Aufbau einer Lehr- und Ausbildungsleitstelle

Ein nächster Schritt der Leitstellenstrukturreform, um für heutige und künftige Herausforderungen gewappnet zu sein, wird der Aufbau einer Lehr- und Ausbildungsleitstelle sein. Die Lehr- und Ausbildungsleitstelle, welche gleichzeitig als Testplattform und Redundanzstandort für ganz Thüringen dienen soll, wird als Außenstelle der Landesfeuerwehr und Katastrophenschutzschule in Gera errichtet werden.

Der Geraer Bürgermeister und Dezernent für Finanzen, Sicherheit und Bürgerservice, Kurt Dannenberg (CDU), freut sich über die vom Freistaat getroffene Entscheidung: »Gemeinsam mit dem Stadtrat wollen wir die Gelegenheit nutzen und quasi -um die Lehr- und Ausbildungsleitstelle des Freistaates und unsere Regionalleitstelle Gera herum- ein zeitgemäßes Gefahrenabwehrzentrum ähnlich wie in Jena zu errichten« Das Gefahrenabwehrzentrum ist ein langfristig ausgerichtetes Vorhaben mit verschiedensten Synergieeffekten. Neben mehr Sicherheit wird es auch zu haushalterischen Entlastungen führen. 

Gegenwärtig führt ein Planungsbüro eine Machbarkeitsstudie durch, die unter anderem untersuchen soll, ob der Standort am Elsterdamm 39 ein für das Gefahrenabwehrzentrum geeigneter Standort wäre.

Leitstellenverbund Ostthüringen, Foto: Stadt Jena
Leitstellenverbund Ostthüringen, Foto: Stadt Jena

Der Leitstellenverbund Ostthüringen ist ein Erfolgsmodell, weil die beiden Regionalleitstellen in Gera und Jena derzeit für mehr als 700.000 Bürgerinnen und Bürgern mit höchster Sicherheit und eng gegenseitig abgestimmt den bodengebundenen Rettungsdienst sowie Brand- und Hilfeleistungseinsätze in den fünf Ostthüringer Landkreisen sowie in den Städten Gera, Jena und Weimar koordinieren.

Die interkommunale Zusammenarbeit ist damit maßgeblicher Baustein einer Ostthüringer Sicherheitsarchitektur. Für die Teilnehmer der Tagung stand am Ende des Tages folgerichtig fest, dass die Sicherheit der Menschen höchste Priorität in der gemeinsamen Kooperation hat. Dementsprechend wird es auch künftig gelten, regelmäßig eigene Verfahren und Strukturen zu überprüfen und – wo erforderlich – anzupassen.

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